Was an vielen Orten noch als Vision diskutiert wird, ist an den BBS II Stade längst Realität: Seit fünf Jahren ist die bilinguale Fachoberschule (FOS) ein lebendiger Bestandteil unseres Schulalltags – getragen von Engagement, Überzeugung und einem klaren europäischen Bildungsanspruch. In diesem Jahr findet bereits zum fünften Mal die Abschlussprüfung des bilingualen Zweigs statt – ein Meilenstein, der die nachhaltige Qualität und den Erfolg des Programms unterstreicht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenIm Zentrum steht ein durchgängiger bilingualer Fachunterricht. In den wirtschaftsbezogenen Profilfächern BWL, VWL und Informatik wird selbstverständlich auf Deutsch und Englisch gearbeitet. Ergänzt wird dieses Profil durch bilingualen Politikunterricht auf Spanisch sowie ein bilinguales Projekt, in dem Sprache, Fachinhalte und Eigenverantwortung zusammenkommen. „Am Anfang hatte ich großen Respekt vor dem Fachunterricht auf Englisch“, erzählt eine Schülerin. „Aber man wächst schnell hinein – und irgendwann denkt man gar nicht mehr darüber nach, in welcher Sprache man lernt.“
Sprache ist hier kein Zusatz – sie ist Lernmedium und Schlüssel zur Welt. Das ist besonders relevant, da viele Universitäten heute ganz oder teilweise auf Englisch unterrichten. Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben bereits während der Schulzeit englische Fachsprache, wie sie im Studium selbstverständlich vorausgesetzt wird.
Besonders ist dabei nicht nur das Konzept, sondern auch der Rahmen: Dieses hochwertige, internationale Bildungsangebot ist kostenlos. Was andernorts häufig nur an teuren Privatschulen zugänglich ist, steht bei uns allen Schülerinnen und Schülern offen. „Ich hätte mir so ein bilinguales Angebot sonst nie leisten können“, berichtet ein Schüler. „Hier habe ich gemerkt, dass ich das kann – auch ohne von Anfang an perfekt Englisch zu sprechen.“
Gerade für Schülerinnen und Schüler, die sich selbst nicht als besonders sprachaffin einschätzen, wirkt der bilinguale Ansatz oft motivierend statt abschreckend.
„Früher hatte ich Angst, Englisch zu sprechen“, sagt eine Schülerin. „Durch den Unterricht habe ich gelernt, einfach anzufangen. Die Angst ist fast komplett weg.“
Unsere Klassen sind international geprägt, Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt gehören zum Alltag. Sprache wird selbstverständlich genutzt – ohne Perfektionsdruck. Das stärkt Sicherheit und Selbstvertrauen.
Europa wird bei uns nicht nur thematisiert, sondern erlebt: Ein durch Erasmus+ subventioniertes Auslandspraktikum ermöglicht reale internationale Berufserfahrungen und macht europäische Mobilität konkret. Auch im Hinblick auf die Arbeitswelt ist das Profil klar ausgerichtet: Englischkenntnisse sind heute in vielen Berufen unverzichtbar – sei es beim sicheren Telefonieren, bei Videokonferenzen oder in internationalen Teams. Der bilinguale Fachunterricht bereitet gezielt darauf vor, fachlich korrekt und selbstbewusst zu kommunizieren.
Die bilinguale FOS ist weit mehr als ein zusätzliches Angebot. Sie ist ein profilbildender, zukunftsweisender Baustein, eng verbunden mit unserem Selbstverständnis als Europaschule und Botschafterschule für das Europäische Parlament. Sie steht für eine klare Haltung: Bilinguale Bildung darf kein elitäres Privileg sein. Sie ist ein Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit, europäischer Orientierung und moderner Schule – sozial offen, integrativ und zukunftsgerichtet.
Am Samstag, 07. Februar 2026, am Tag der offenen Türen, können sich interessierte Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern von 9:00 – 13:00 Uhr über das bilinguale Angebot informieren und erfahren, welche Möglichkeiten der bilinguale Zweig der Fachoberschule Wirtschaft für Studium und Beruf bietet.
Text/Video: A. Orth
Ein Monat in Irland: Arbeiten, Lernen, Entdecken – Praktikumsimpressionen
Ich habe in einem Pet Shop (Kinsaley) gearbeitet und durfte nach kürzester Zeit jegliche Aufgaben übernehmen, die auch die Mitarbeiter erledigen. Die Aufgaben waren Lagerkontrolle, Online-Bestellungen fertigstellen, den Shop aufräumen und die Ware ansprechend einsortieren, Kundenberatung, kassieren, Produkte nachbestellen und kontrollieren, unsere eigenen Produkte für den Verkauf vorbereiten sowie sich um die Tiere kümmern – egal ob kuscheln, sauber machen oder füttern.
Natürlich konnte man in einem Monat super viel lernen und erleben. Wir haben viele Wandertouren gemacht, viel Landschaftliches gesehen und sind immer noch überwältigt von der Natur. Aber auch viele tolle Städte gibt es rund um Dublin. Natürlich lernt man viel über die Kultur und die Menschen kennen. Man wächst an der neuen Routine und dem neuen Alltag, kann aber auch schöne Aktivitäten unternehmen, da in Dublin und Umgebung alles möglich ist. Besonders schön fand ich, dass man neue Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen konnte. Man war richtig Teil von Irland.
Für mich war besonders überraschend, wie sauber die Innenstadt in Dublin ist und wie unfassbar freundlich und hilfsbereit die Iren sind. Man hat sich sofort wohlgefühlt. Auch die alten Gebäude und Grünflächen sind beeindruckend! Die Busse fuhren sogar besser als die Deutsche Bahn, und auch was das Wetter angeht, hatten wir so viel Glück. Es war richtig schön, und man konnte in dem Monat sehr viel erleben.
Wilma, Abschlussjahrgang 2025