Am 29. September 2026 erhielt die BBS II Stade erstmals die Auszeichnung „Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa“ (kurz INA/USE). Zusätzlich erhielt die Schule die internationale Auszeichnung „Eco-School“. Damit würdigten die Verantwortlichen das besondere Engagement der BBS II Stade in den Bereichen Demokratieförderung, internationaler Austausch und nachhaltige Schülerfirmenarbeit.
Nachhaltigkeit wird an der BBS II Stade in vielfältiger Weise umgesetzt. Ein Beispiel ist die langjährige erfolgreiche Arbeit der Schülerfirma „WeltKlasse“, bei der der faire Handel im Mittelpunkt steht.
Darüber hinaus pflegt die Schule einen internationalen Austausch mit einer Partnerschule in Estland. Dabei beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Recycling, Natur- und Umweltschutz im jeweiligen Land.
Auch die Demokratiebildung ist ein wichtiger Bestandteil der schulischen Arbeit. Demokratiefördernde Aktionen in der Schulgemeinschaft umfassen unter anderem Ausflüge zu KZ-Gedenkstätten, Projekte zur Verbreitung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) oder andere nachhaltige Projekte, wie die Übersetzung des antifaschistischen Stadtrundgangs „Erinnerung. Jetzt.“ in verschiedene Sprachen der Schülerinnen und Schüler.
Bei der Auszeichnungsfeier im Agrarium des Freilichtmuseums „Am Kiekeberg“ übernahmen Schülerinnen der BBS II Stade eine aktive Rolle. Sie moderierten einen Teil der Veranstaltung und interviewten die Ehrengäste zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen.
Dadurch machten sie deutlich, dass Nachhaltigkeit an der BBS II Stade nicht nur vermittelt, sondern engagiert mitgestaltet wird.
Die BBS II Stade profitiert nun von einigen Vorteilen, da sie Teil eines großen internationalen Netzwerks für die Umsetzung von Nachhaltigkeit an Schulen (59.000 Schulen in 72 Ländern) ist.
Das Netzwerk bietet einen verlässlichen Rahmen, um Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu verankern, sowie Fortbildungen, Kontakte zu außerschulischen Partnern und Lernorten und eine Vielzahl von Best-Practice-Beispielen.
Bei der Umsetzung stehen Landes- und Regionalkoordinationen unterstützend zur Seite.
Zum Hintergrund: Im Rahmen des Projekts und Schulnetzwerks „INA/USE“ qualifizieren sich teilnehmende Schulen für die Aufnahme in das Programm, indem sie mindestens zwei Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit im Schulalltag durchführen.
Nach einer zweijährigen Projektphase werden sie für ihr Engagement ausgezeichnet. Über die Auszeichnung entscheidet eine Jury.
Die Schirmherrschaft haben das Niedersächsische Kultusministerium sowie das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz übernommen.
Mit der zusätzlichen Eco-School-Auszeichnung werden Schulen gewürdigt, die sich gemeinsam mit einem internationalen Partner in einem nachhaltigen Projekt engagieren.
Text und Bilder: Sabine Stellamanns-Wramba
Weitere Informationen zu INA/USE und Eco-School unter: