Verbinden der Generationen: Projektgruppe der BBS II besucht Stader Seniorenheim

Wenn Schüler das Klassenzimmer verlassen und Senioren begleiten, entsteht etwas Besonderes. Genau das erlebten die Schüler der FOS5B der BBS 2 Stade im Rahmen ihres Projekts „Generationen-Verbinden“: In den vergangenen Wochen besuchten die Schüler Alec Mayberry, Heinrich Werber, Tim Funk und Lasse Moje regelmäßig das Altersheim Dorea Familie in Stade – und brachten dabei frischen Wind, echte Gespräche und gemeinsame Erlebnisse mit.

Erster Besuch: Ankommen und Kennenlernen

Beim ersten Besuch – einem klassischen Alltagsbesuch – stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Die vier Schüler nahmen sich Zeit für Gespräche, hörten zu und ließen sich auf den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner ein. Was zunächst ungewohnt wirkte, entwickelte sich schnell zu einem natürlichen Miteinander: Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten trafen auf jugendliche Neugier – eine Mischung, die beide Seiten sichtlich bereicherte.

Zweiter Besuch: Spielen verbindet

Beim zweiten Treffen wurde gespielt – und gelacht. Der gemeinsame Spielenachmittag zeigte, wie niedrigschwellig echter Kontakt entstehen kann: Karten, Brettspiele und der Spaß an der Gemeinschaft ließen Altersunterschiede vergessen. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner war es ein Nachmittag, der aus dem gewohnten Alltag herausstach – und für die Schüler eine Erfahrung, die kein Lehrbuch vermitteln kann. Vor allem das Spiel Hitster weckte Begeisterung und Interesse. Die Leitung schaffte das Spiel daraufhin an.

Die Schüler Tim Funk, Heinrich Werber, Lasse Moje und Alec Mayberry besuchten das Seniorenheim Dorea Familie in Stade und schufen dabei schöne Begegnungen - hier beim gemeinsamen Kegeln.
Dritter Besuch: Volle Neun – gemeinsam ans Ziel

Der Kegelnachmittag bildete einen weiteren Höhepunkt des Projekts. Mit Eifer und guter Laune wurde gemeinsam gekegelt – Jubel und Anfeuern inklusive. Solche Momente schaffen Erinnerungen und das Gefühl, dazuzugehören. Genau das war das Ziel: nicht nur vorbeizuschauen, sondern wirklich da zu sein.

Zwei Perspektiven: Bewohnerin und Fachkraft im Gespräch

Ergänzt wurden die Besuche durch zwei Interviews – eines mit einer Bewohnerin des Seniorenheims, eines mit einer Fachkraft. Die Gespräche gaben dem Projekt eine inhaltliche Tiefe: Wie erleben ältere Menschen den Alltag in einer Einrichtung? Was wünschen sich Pflegefachkräfte von der jüngeren Generation? Die Antworten flossen direkt in die Reflexion der Schüler ein und verankerten das Gelernte auf einer persönlichen Ebene.

Lernen mit echtem Mehrwert

Das Projekt steht exemplarisch für die BBS II Stade: Humanität wird großgeschrieben und miteinander und füreinander gemeinsam gehandelt. „Es hat uns große Freude bereitet die Senioren in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen durch die gemeinsamen Aktivitäten eine Freude zu bereiten“, so die Projektmitglieder.

 „Es war sehr schön Kontakt mit der jüngeren Generation zu haben“, ergänzte eine Bewohnerin des Seniorenheimes, denn es war ja schon einige Wochen her seitdem sie richtigen Besuch hatte. Eine Pflegefachkraft äußerte sich sehr positiv gegenüber der Gruppe „sie waren sehr produktiv und haben unseren Senioren eine echte Freude bereitet“. „Dies unterstreicht den Erfolg des Projektes mit dem Ziel die Generationen zu verbinden“, sind sich die Schüler aus der FOS5B einig. Auch Christoph Wichern, betreuende Lehrkraft im Projektlernfeld, lobt das Engagement der Schülergruppe in ihren Besuchen: „Eine tolle Idee, die zeigt, dass es sich immer wieder für alle Beteiligten lohnt Brücken zwischen den Generationen zu bauen“.