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Humanitäres Projekt: Cannabis-Legalisierung Top oder Flop? Drogensucht-Prävention „toppt“ immer!

Top oder Flop Themenmagazin

Bild: Themenmagazin-Cover „Top oder Flop? Cannabis legalisieren oder doch lieber verbieten?“

 

Bericht des humanitären Projekts der BBS II Stade

Projektitel: Cannabis-Legalisierung Top oder Flop? Drogensucht-Prävention „toppt“ immer!

Projektziel: Viele Jugendliche wollen es und die neu gewählte Regierung will es nun auch: Die Legalisierung von Cannabis. Hinter dem Wunsch Drogen frei zu konsumieren oder konsumieren zu lassen, stecken andere verborgene Bedürfnisse und auch Gefahren. Unsere Klasse FOS1B will ihre Mitschüler:innen auf die verschiedenen Perspektiven dieser Debatte aufmerksam machen.

Ort: Online

Datum: Schuljahr 2021/2022

Inhalt: Plötzlich scheint es, als ob nach zwei Jahren Corona nun wieder mehr„geht“: Musikkonzerte, Bars, Diskos und noch viel mehr. Endlich Freiheit! Und nun auch bald die Legalisierung von Cannabis. Viele Schüler:innen sind ganz begeistert, dass nun gesellschaftlich auch mehr auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Ist das aber wirklich so? Stecken dahinter nicht eigentlich die Interessen von Lobbyisten und Politikern, denen finanzielle Interessen wichtiger sind als die Freiheit der Bürger:innen?

Die Klasse FOS1B ist dem auf die Spur gegangen und hat auf vielen Ebenen zum Thema Drogen recherchiert. Die Schüler:innen haben ein Themenheft zu der Geschichte der Drogen in der Medizin, aber auch eines mit Erfahrungen der Cannabis-Legalisierung in anderen Ländern der Welt zusammengestellt. Ihr Ergebnis ist Folgendes: Legaler Vertrieb von Drogen kann ebenso wie illegaler Drogenhandel die Lebensbedingungen von Menschen und Staaten verschlimmern – es kommt auf die staatlichen Konzepte der Legalisierung an, die viele psychologische, medizinische und soziale Perspektiven einschließen müssen. Die Schüler:innen haben einen regionalen Suchtpräventions-Experten der Beratungsstelle der Diakonie befragt und erfahren, wie Betroffenen geholfen werden kann. Zudem ist von den Schüler:innen die derzeitige positive Darstellung des „Microdosings“ in Serien analysiert und auch kritisch hinterfragt worden. Zum krönenden Abschluss des Projekts haben Schüler:innen eine Pro- und Contra-Diskussion vertont: „In dieser Podcast-Folge haben wir uns mit Cannabis im Allgemeinen, dem Lobbyismus und dem Vergleich mit Alkohol und Tabak beschäftigt. Ebenfalls wurde nicht nur ein Blick auf Deutschlands Cannabis-Politik geworfen, sondern auch auf andere Länder und deren Umgang damit. Für den Podcast haben wir uns in verschiedene Rollen mit unterschiedlichen Positionen zur Legalisierung von Cannabis hineinversetzt.“

Drogen sind bei Vielen ein Sinnbild für eine Befreiung von Konventionen. Tabak, Alkohol und Cannabis können aber auch ein Gefängnis im neuen Gewand sein. Probleme, die vor dem Konsum da waren, verschwinden nicht. Was nun bleibt, ist den verantwortungsvollen Umgang mit der Freiheit jeglichen Konsums zu lernen. Das ist nicht nur die Aufgabe jedes Einzelnen, sondern auch der Gesellschaft.

(begleitende Lehrkraft Stephanie Wiskow)