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"Jeder kann Menschenleben retten"

Am 14. Juni 2019 nahm die BBS II Stade mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse FOSU8A erneut an der Zertifizierungsfeier Humanitäre Schule teil und stellten in einem Kurzvideo ihr Projekt „Jeder kann Menschenleben retten“ vor. Wir, die BBS II Stade, sind eine starke Gemeinschaft, die an alle ihre Mitglieder denkt – auch über die Grenzen der Schule hinweg. Füreinander da sein und persönlich Verantwortung übernehmen, kann man in vielen Bereichen. Unsere Schule widmete sich in diesem Jahr unter anderem dem Bereich der Gesundheit. Gesundheit ist ein Menschenrecht und wir sind alle aufgerufen, Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Als Stammzellspenderin oder -spender kann jeder das eigene Verantwortungsbewusstsein und soziale Engagement unter Beweis stellen und Menschen mit Blutkrebs helfen. Hierfür registrierte in diesem Jahr die Klasse FOSU8A mithilfe der DKMS 180 potentielle Spenderinnen und Spender für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei in unserer Schule. Damit bleibt die BBS II Stade auch im Schuljahr 2019/2020 ein Teil des Netzwerks Humanitärer Schule.

Folgend ein Bericht über das Projekt der Schülerinnen Johanna Balzer, Rebecca Fastert, Leonie Seufert, Lia Palm (Klasse FOSU8A)

Die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) war am 07. März 2019 zu Besuch in den BBS II Stade, um Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ihre Arbeit vorzustellen und Fragen zu Hilfs- und Spendenmöglichkeiten zu beantworten. Im Rahmen des Religionsunterrichts von Frau Stephanie Wiskow hatten sich die Schülerinnen und Schüler das Ziel gesetzt, etwas gegen Blutkrebs zu unternehmen und die DKMS in die Schule eingeladen. Am 07. und 08. März 2019 konnten die Schülerinnen und Schüler der BBS II Stade ca. 200 neue potentielle Spenderinnen und Spender selbstständig registrieren.  

Im Rahmen dieses Projektes haben Schülerinnen und Schüler der BBS II eine Spenderin nach ihren Erfahrungen mit der DKMS befragt.

Karolin S. (32) weiß, dass mit einer Knochenmarkspende Leben gerettet werden kann. In ihrem Wohnort wurde per Aufruf ein Spender für einen blutkrebskranken Vater einer kleinen Tochter gesucht. Das war der Anlass, aus dem sie sich bei der gemeinnützigen Gesellschaft „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ DKMS registrieren ließ. Dem Mann, einem Fahrschullehrer, konnte leider dennoch nicht geholfen werden, er verstarb.

Drei Jahre später erhielt Karoline S. einen Brief, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass sie als Spenderin für einen anderen Empfänger in Frage kommt. Sie erzählt, dass sie sich erst zu diesem Zeitpunkt richtig mit dem Eingriff und den damit verbundenen möglichen Risiken auseinandergesetzt hätte. Jedoch nicht zu dem Zeitpunkt der Registrierung. Aber für sie bestand kein Zweifel, sich der Prozedur der Arztbesuche, Untersuchungen und Blutentnahmen sowie dem Eingriff der Knochenmarkentnahme zu stellen. Drei Monate später ist der Eingriff vorgenommen worden. Außer Kreislaufproblemen gab es keinerlei Komplikationen. „Die DKMS hat alles sehr professionell organisiert und es fühlte sich für mich zu jeder Zeit so an, das Richtige zu tun. Ich würde es immer wieder tun.“, sagt Karoline S. Nach der Spende hat sie erfahren, dass sie für ein achtjähriges Mädchen aus Deutschland gespendet hatte.

Im Bewusstsein von Karoline S. hat sich nach dem Eingriff einiges verändert. Sie denkt oft an das Mädchen und freut sich, dass es ihr zunehmend besser geht. Im Krankenhaus teilte sich Karoline S. mit einer Chemotherapie-Patientin ein Zimmer, die sie unbewusst lehrte, wie wertvoll die Gesundheit ist. Sie ist der Meinung, dass sich jeder Mensch Gedanken darüber machen sollte, ob er anderen Menschen mit der Bereitschaft zu einer Knochenmarkspende nicht nur helfen, sondern sogar Leben retten kann.