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Holocaust-Zeitzeuge berichtet über bewegendes Leben

Schüler:innen verschiedener Klassen unserer Schule haben am 31. Mai 2022 die Chance erhalten, an einem Zeitzeugenbericht im Rahmen einer Veranstaltung im Stadeum teilzunehmen. Ungefähr 90 Minuten hat Ivar Buterfas-Frankenthal aus seinem bewegten Leben als Holocaustüberlebender berichtet. Seine Frau Dagmar stand ihm die ganze Veranstaltung über unterstützend zur Seite.

Stadeum BeitragIvar Buterfas-Frankenthal wurde 1933 in Hamburg geboren. Da sein Vater jüdischen Glaubens war, galten Ivar und seine sieben Geschwister als Halbjuden. Während seines Vortrages nahm Ivar Buterfas-Frankenthal die Schüler:innen mit auf eine Reise durch sein Leben. So berichtete er über seinen Rauswurf aus der Grundschule, der Bedrohung durch andere Jugendliche, die Vertreibung sowie Rückkehr nach Hamburg und von dem Leben im Untergrund zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss hatten die Schüler:innen die Möglichkeit Fragen zu stellen, die Ivar Buterfas-Frankenthal ausführlich beantwortete. „Vergessen könne er nichts aus seinem Leben, aber verzeihen sollte man können“ - diese Erkenntnis gab Ivar Buterfas-Frankenthal den Schüler:innen gleich mehrmals mit auf den Weg.

Zurück in der Schule haben die Schüler:innen die Veranstaltung reflektiert. Konsens war, dass dem Vortrag gut zu folgen war und für die Lernenden ein einmaliges Erlebnis darstellt. Beeindruckend fanden die Schüler:innen, dass Herr Buterfas-Frankenthal niemals den Glauben an die Menschen und die demokratischen Werte einer Gesellschaft verloren hat.

Einige Statements der Schüler:innen zu dem einmaligen Erlebnis eines Zeitzeugenberichtes:

„Ich habe es sehr interessant empfunden und schätze mich glücklich, diese Gelegenheit bekommen zu haben.“

„Es war ein sehr bereicherndes Erlebnis, welches sehr interessant war.“

„Es ist sehr berührend und mutig von Herrn Buterfas-Frankenthal uns sein ganzes Leben zu erzählen.“

„Sehr beeindruckend, wie er gesprochen hat. Auch wie lange und das in seinem Alter.“

„Es war sehr schön zu sehen, dass er in der Lage war, so offen und ehrlich über die Vergangenheit zu reden und ich finde es bewundernswert, wie mutig und stark er ist. Das er immer noch mit seinen fast 90 Jahren durch Deutschland reist, um darüber aufzuklären.“

„Es war ein sehr berührendes, emotionales Erlebnis, was mir viel Einblick in die NS-Zeit gibt, wodurch ich verstehen konnte, wie die Menschen zu der Zeit leiden mussten, verletzbar waren und was für Angst sie um ihr Leben hatten.“