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Schüler:innen in den Katakomben des Stadeums – Theater hautnah und aktuell

Schüler:innen in den Katakomben des Stadeums – Theater hautnah und aktuell

Schüler:innen verschiedener Klassen unserer Schule waren am 22.04.2022 bei der Premiere des Stückes „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ dabei und konnten anschließend Frau Rasche, der Theaterpädagogin des Stadeums, ihre Eindrücke schildern. 

Schauspieler

Der Schauspieler Flavio Kiener im Keller des Stadeums (Bild: Kristina Friemann Copyright: Kristina Friemann)

Die Bühne wurde in dieser Inszenierung von Janne Tellers Text aufgebrochen und alle befanden sich in den Katakomben des Theaters – ganz so als begänne wie im Originaltext des Stückes die Flucht aus dem Kriegsgebiet hier im eigenen Keller. „Man konnte den Druck schnell entscheiden zu müssen, besser nachempfinden, weil man sich körperlich in der Situation aufgefunden hat“, betont Jaqueline.

Der Schauspieler Flavio Kiener im Keller des Stadeums

Der Schauspieler Flavio Kiener im Keller des Stadeums (Bild: Kristina Friemann Copyright: Kristina Friemann)

Ein Gedankenexperiment wurde ausgelöst: „Wohin gehst du, wenn hier in Deutschland Krieg ausbricht?“  

Für jede:n Schüler:in waren andere unterirdische Räume, die verschiedene Stationen einer Fluchtbiographie darstellen, emotional berührend. „Insbesondere die letzten Räume des Kellers haben mich bedrückt, denn entsprechend der nicht enden wollenden Räume steigt die Ungewissheit, wann die Flucht zu Ende sein wird“, so Janet. Das Theaterstück verdeutlicht: In die eigene (innere) Heimat zurückzufinden, bleibt eine Lebensaufgabe, die ein mühevoller Weg ist, der von Vorurteilen und Missverständnissen des neuen Umfeldes gesäumt ist.

Dass dies kein völlig einsamer Weg sein muss, zeigt die jetzige Solidarität mit den ukrainischen Geflüchteten. Stücke wie dieses erinnern uns an die existenziellen Herausforderungen, denen Kriegsflüchtlinge ausgesetzt sind und helfen uns, sich in etwas Unvorstellbares in Ansätzen einzufühlen. Sie erinnern uns, weiterhin solidarisch zu sein.

Stephanie Wiskow

Begleitende Lehrkraft